Zum vierten Mal in Wandsbek: Chill dich schlau! Bildung freiwillig & selbstbestimmt!

24. Juni 2010

Am Freitag, 25. Juni, wird der Wandsbeker Marktplatz wieder zur Aktionsfläche für die Kinder und Jugendlichen aus den Einrichtungen der OKJA in Wandsbek und ganz Hamburg. So wie es aussieht, spielt auch das Wetter mit, sodass sich auch ein Ausflug von weiter weg nach Wandsbek lohnen dürfte ;-)
Chill dich schlau Flyer vorn

Aber lest selbst:

Chill dich schlau - Bildung: freiwillig & selbstbestimmt
Kinder- und Jugendkulturfest der Einrichtungen der Offenen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Wandsbek
Viertes WANDSBEKER KINDER- UND JUGENDKULTURFEST

Wir machen Zukunft
Kinder sind Zukunft und die Zukunft ist offen. Entschlossen Offen. Die Zukunft liegt in der Offenen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Offene Arbeit bildet mitten im Leben, eröffnet neue Erfahrungshorizonte, bietet menschliche Wärme, menschliche Würde, schafft Heimatgefühl und macht Mut zum Lernen mit allen Sinnen. Sie greift die Themen und Interessen von Mädchen und Jungen auf, unterstützt sie zu entfalten und ermöglicht dadurch Erfolgs- und Bildungserlebnisse. Offene Arbeit ist ein Ort der interkulturellen Bildung und des multiethnischen Miteinanders.
Die Schulentwicklung in Hamburg mit dem Trend zum ganztägigen Lernen und der verbindlichen Betreuung von Kindern bis 18 Uhr ist eine Herausforderung für die Offene Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Hamburg hat einen Schulentwicklungsprozess in Gang gesetzt, an dem sich die Offene Arbeit mit ihren positiven Erfahrungen freiwilligen und selbstbestimmten Lernens aktiv beteiligen möchte.


Entschlossen OFFEN! – so heißt die seit einigen Jahren in Hamburg laufende Kampagne der Offenen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Ziel ist es, die große Bedeutung und Unverzichtbarkeit dieses seit Jahrzehnten bewährten Arbeitsansatzes der Jugendhilfe in den Blickpunkt Öffentlichkeit zu rücken.
Im Rahmen dieser Kampagne veranstalten Initiativen und Einrichtungen der Offenen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Wandsbek nun zum vierten Male unter dem Motto: “Chill dich schlau - Bildung: freiwillig & selbstbestimmt!” ein großes Kinder- und Jugendkulturfest am Freitag, 25.6.2010 von 15-20 Uhr auf dem Wandsbeker Markt.

Auf einer Open-Air-Bühne präsentieren wir
Live-Musik:
Rock, Metal und Pop u.a. mit Six Feet United, Any Of These Stars, Pearls, Reverb, HipHop/Rap mit Martini & Mr. Jean, Mama Sun, Kolabo, Wortwaffe, COSS 56c,Arower, Totorial, Sanny Ghost
sowie die Kindertanztheater KiFaz-Kids und B.P. Dance Kids, die Mädchentanzgruppen MC Girls, Roses-Girls, und Baui Gleiwitz Girls.

Auf dem Gelände Wandsbek Markt bieten wir Grafitti, Breakdance, Human Kicker, einen Kletterturm, eine Hüpfburg, einen digitalen Wunschbaum, einen Babysitterkurs, Airbrush-Tattoos, Riesen-Seifenblasen, Speed Soccer, einen Schminkstand sowie eine große Palette von Spiel-, Sport-, Geschicklichkeits- und Gestaltungsaktionen, verschiedene Infostände, Getränke und Speisen zum Selbstkostenpreis.

Weitere Informationen geben gerne:
Jugendzentrum Startloch, Jörn Stronkowski 67379510
Streetlife e.V., Straßensozialarbeit Rahlstedt, Conny Fiedler 6772027

Siehe auch: www.startloch.de

Was wird aus den Pämis?

2. September 2009

Die pädagogischen Mittagstische sollen im Zuge der Hamburger Schulreform und der damit verbundenen Neustrukturierung der Hortbetreuung zum August 2011 eingestellt werden. Ein schwerer Schlag (nicht nur) für diejenigen unter den Offenen Einrichtungen, bei denen ein Pämi integraler Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzepts ist. Ob und ggf. welche Lösungen denkbar sind, ist Thema einer Gesprächsrunde beim Verband Kinder- und Jugendarbeit am Donnerstag um 10 Uhr.

Hier die Einladung:

Liebe KollegInnen,

ab 1.8.2011 wird es nach derzeitiger Planung in Hamburg keine Pämis mehr geben. Mit Inkrafttreten der Schulreform soll auch die Nachmittagsbetreuung und die Essensversorgung für künftige PrimarschülerInnen neu geregelt und in eine neue Form von Hortbetreuung - vornehmlich an Schulen angesiedelt - überführt werden. (PM Verlässliche Betreuung an Primarschulen:
http://www.hamburg.de/startseite-pressemitteilungen/1423576/2009-05-05-primarschule.html).
Diese Aussicht ist bei vielen derzeitigen Trägern der Hortbetreuung bislang auf wenig Begeisterung gestoßen (sehr schön nachzulesen z.B. auf der Website www.hortbetreuung-hamburg.de), da sich die Personalschlüssel und Arbeitsbedingungen voraussichtlich stark verschlechtern werden.
Noch stärker betrifft die Entwicklung aber natürlich die Pädagogischen Mittagstische, die nach diesen Plänen - obwohl ja oftmals aus den direkten Bedarfen vor Ort entstanden - zugunsten eines pauschalen Standardmodells gänzlich verschwinden sollen

Frage ist also: Wie geht Ihr als Anbieter von Pädagogischen Mittagstischen im Rahmen einer Offenen Einrichtung mit dem Problem um?
Welche Möglichkeiten gibt es, die erfolgreiche Arbeit der Pämis auch unter veränderten Rahmenbedingungen fortzuführen?

Um Ideen zu sammeln und evtl. eine gemeinsame Linie zu entwickeln, laden wir zu einem

Pämi-Treffen
am 3. September, 10:00 Uhr ein.

Ort: Geschäftsstelle Verband Kinder und Jugendarbeit e.V.
Budapester Straße 42, 20359 Hamburg, Tel: 040 - 43 42 72

Schöner Ferienabschluss bei SCHORSCH in St. Georg

28. August 2009

Schorsch ist er Zusammenschluss mehrerer ehemals unter unterschiedlicher Trägerschaft stehender Kinder- und Jugendeinrichtungen in St. Georg im Bezirk Hamburg-Mitte: Jugendkeller, Haus der Jugend und drei Spielhäuser. Vor einigen Jahren fanden sie sich - nicht zuletzt aufgrund immer knapper werdender Geldmittel - zum Verbundprojekt Schorsch unter kirchlicher Trägerschaft zusammen. Näheres dazu auf der Website www.schorsch-hamburg.de. Foto Musiksalat sankt-georg.info
(Foto: Markus Merz unter CC-Lizenz)

Und offenbar wird dort gute Arbeit gemacht. Dem Bericht auf dem Stadtteilportal www.sankt-georg.info über das Ferienabschlussfest nach zu urteilen, das am Mittwoch rund ums Spielhaus Danziger Straße gefeiert wurde, ist SCHORSCH jedenfalls gut im Stadtteil verankert. Aber seht selbst: Artikel und Bilder gibts hier.

Mädchenspektakel - 14 Jahre Mädchen- und Frauenkultur in Altona

29. Juli 2009

Als Forum für junge Nachwuchskünstlerinnen gegründet und 1995 zum ersten Mal aufgelegt, hat sich das Mädchenspektakel zu einem Jahr für Jahr mit Ungeduld erwarteten Highlight der Hamburger Kinder- und Jugendkultur entwickelt. Hier können Mädchen und junge Frauen vieles ausprobieren, eigene und fremde Talente entdecken, miteinander ins Gespräch kommen und Teil zahlreicher spektakulärer Darbietungen und Aktionen werden.

Das 14. Mädchenspektakel im Haus Drei und August-Lütgens-Park am 26.September soll z.B. neben zahlreichen Bands von Rock bis HipHop, Tanzvorführungen, einer Fotoausstellung, Zirkus, Kung-Fu und Feuershow auch eine Reihe teils dazu passender Workshops - Graffity-Sprayen, HipHop, Flamenco, Kung-Fu oder Feuerspucken - umfassen, sowie einen Action-Parcours mit Bungee-Trampolin, Einradfahren und Klettern, ruhigere Stationen bieten, wie Henna- und Airbrush-Tattoos, Schminken, Schmuck basteln, Stockbrot und Lagerfeuer, Orakel, Löten und Buttons gestalten und natürlich Raum zur leiblichen Stärkung und zum gemütlichen Klönen bei verschiedenen Ess- und Trinkständen.

Auf jeden Fall kann mit Spannung erwartet werden, was das Vorbereitungsteam aus dem Mädchenarbeitskreis unter Beteiligung der Mädchentreffs Bachstraße, Eimsbüttel, Harburg, Lohbrügge, Neuallermöhe, Neuwiedenthal, Schanzenviertel und Steilshoop so alles auf die Beine stellt.

Auf der Website vom Haus Drei und unter www.maedchenspektakel.de gibt es dazu weitere Infos.

Und klar ist die Veranstaltung “Entschlossen OFFEN!” - Jedenfalls für Mädchen und Frauen ;-)

Viel Spaß und Erfolg!

Jugendberufshilfe: Keine Förderung mehr für die Autonomen Jugendwerkstätten?

24. Juli 2009

Seit mehr als 25 Jahren sind die Autonomen Jugendwerkstätten ajw ein prägender Element der Hamburger Jugendberufshilfelandschaft… gewesen? Ist es damit jetzt vorbei?? Das folgende Flugblatt lässt befürchten, dass hier eine jahrzehntelang erfolgreiche Arbeit, die etlichen jungen Menschen neue Perspektiven eröffnet hat, dem Rotstift zum Opfer fallen wird.

23.07.2009

Zur aktuellen Situation der autonomen jugendwerkstätten und der Jugendberufshilfe

Die autonomen jugendwerkstätten bilden in ihren Werkstätten seit 25 Jahren sozial benachteiligte Jugendliche zu Tischlern, Malern, Gärtnern, Elektronikern und Kfz-Mechatronikern aus. Über 500 Jugendliche haben ihre Ausbildung bei uns schon erfolgreich mit der Gesellenprüfung vor der zuständigen Kammer abgeschlossen. Bei insgesamt 120 Ausbildungsplätzen werden durch Abbrüche und Beendigung der Ausbildung jedes Jahr 40 bis 50 Plätze frei, die neu besetzt werden können – und müssen, um die Finanzierung der autonomen jugendwerkstätten sicherzustellen.

Seit 2006 gibt es im Bereich der Jugendberufshilfe (JBH) und des Hamburger Ausbildungsplatzprogramms (HAP) keine institutionelle Förderung mehr. Statt dessen werden die Plätze über ein Interessenbekundungsverfahren vergeben. Schon 2008 hat ajw aus diesem Verfahren nur sechs Malerplätze finanziert bekommen, in diesem Jahr keinen einzigen Platz. Begründung: andere Träger haben bessere Konzepte und höhere Vermittlungsquoten und sind billiger. Hier liegt in unseren Augen das Problem: wer überwiegend Jugendliche einstellt, die man nach einem Jahr in Betriebe vermitteln kann, hat natürlich eine Supererfolgsquote und ist obendrein billig, weil nur ein Jahr Ausbildung finanziert werden muss und nicht drei. Aber schaffen das wirklich alle sozial Benachteiligten? Und wenn nicht, wo bleiben die anderen? Hinzu kommt, dass in diesem Jahr überwiegend Ausbildungsplätze im Gastro-Bereich, in der Pflege sowie zum Frisör finanziert werden (insgesamt 56 Plätze) – für viele Jungs nicht gerade die erste Wahl. Daneben gibt es in diesem Sommer in der Jugendberufshilfe bei freien Trägern nur Plätze im Metallbereich (insgesamt 35 Plätze), aber nicht einen einzigen Ausbildungsplatz für Maler, Tischler, Gärtner oder Installateure. Diese Entwicklung beim Berufsangebot und der immer größere Erfolgsdruck auf die Träger kann unseres Erachtens nicht im Interesse der benachteiligten jugendlichen sein.

Für ajw bedeutet die Entwicklung, dass

  • ab Sommer ein Drittel unserer Ausbildungsplätze nicht mehr besetzt werden kann
  • wir die Räumlichkeiten der Maler kündigen mussten, um Mietkosten zu sparen – sie ziehen vorübergehend zu den Tischlern
  • wir zum Ende des Jahres die Hälfte unseres Personals entlassen müssen
  • wir überlegen, unsere regional eingebundenen Werkstätten ganz aufzugeben und in ein zentrales Gebäude zu ziehen, um Kosten zu sparen
  • ajw ganz schließen muss, wenn wir nicht spätestens zum nächsten Sommer wieder neue Ausbildungsplätze finanziert bekommen.

Wenn das verhindert und eine breit aufgestellte, ausreichend finanzierte Jugendberufshilfe erhalten werden soll, braucht ajw jetzt die Unterstützung von möglichst vielen Einrichtungen, die mit jungen Menschen arbeiten und sich für deren Bildungs- und Integrationschancen einsetzen.

Michael Nieselt für die autonomen jugendwerkstätten

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